EIN LERNENDES UNTERNEHMEN, UM DIE HOCHACHTUNG VON SICH WIEDERZUFINDEN

Sistra beschäftigt Menschen in Wiedereingliederungsprogrammen. Diese haben im Laufe ihres Lebens Schwierigkeiten erlebt, aber über dieses allgemeine Kriterium hinaus sind die Lebensläufe sehr unterschiedlich und lassen sich nicht mit gewöhnlichen Klischees beschreiben. Manchmal reicht ein finanziell schwieriges Jahr, eine Trennung, oder man wird Opfer von Gewalt, um das Vertrauen zu verlieren und mit allem zu brechen.

Sistra interessiert sich besonders für das Los der Frauen, die oft die Schwierigkeiten anhäufen: Mengel an Qualifikation, alleinerziehenden Elternteil, Isolierung, Beweglichkeitsverlust, Diskriminierung… Sie sind für eine lange Dauer eingestellt, was jedem die Gelegenheit bittet sich wieder aufzubauen und ihren Platz in der Arbeitswelt zurück zu finden.

 

Optimismus und Realität

Seit rund 15 Jahren begleitet Sistra Hunderte von Mitarbeitern. Es gab begeisternde Erfolge, exemplarische Lebensläufe, aber dennoch sicherlich auch zu viele Fehlschläge. SISTRA bietet ein Professionalisiertes Umfeld zugänglich für alle. In allen Fällen spielt das lernende Unternehmen seine Rolle und das Einrahmende Team setzt sich ein, um jedem die Hochachtung von sich wieder zu geben: Individuelles Management, Identifizierung und die Entwicklung der Kompetenzen, Soziale Begleitung, Bildung….

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SISTRA, EIN WIEDEREINGLIEDERUNGSUNTERNEHMEN

Zum Jahresbeginn übermitteln wir der Aufsichtsbehörde DIRECCTE eine Übersicht der Stellen sowie einen Verwaltungsbericht des vergangenen Jahres. Anhand dieser Dokumente und des Subventionsantrags für das kommende Jahr entscheiden die Mitglieder des frz. Verbandes CDIAE über die Verlängerung oder Aberkennung der Zulassung als Wiedereingliederungsunternehmen.

Der Jahresabschluss wird der DIRRECTE und anschließend der Jahreshauptversammlung der Einrichtung zugeschickt. Die eingereichten Dokumente ermöglichen es unseren Finanzpartnern, unsere Errungenschaften hinsichtlich der Betreuung, der sozialen und beruflichen Begleitung sowie der Einbindung von Personen mit besonderen sozialen und beruflichen Schwierigkeiten zu beurteilen.

EIN FÜHRUNGSTEAM MOBILISIERT SICH RUND UM EIN SOZIALES PROJEKT

Das Team unserer festen Mitarbeiter besteht hauptsächlich aus Mitarbeitern, die selbst eine Eingliederung absolviert haben, und die fest übernommen wurden. Im Jahre 2001, zwei Jahre nach der Gründung, haben wir, in Begleitung der Kanzlei CIFA, uns zu einer beruflichen Fortbildung unserer Stellen entschieden, mit dem Ziel, ein soziales Projekt zu formulieren und eine gemeinsame Arbeitsstrategie zu entwickeln, welche die drei Kunden des Unternehmens zufrieden stellen soll:

  • das auftraggebende Unternehmen
  • die finanzierenden Einrichtungen
  • die einzugliedernden Arbeitnehmer

Das Unternehmen bildet sich in der disziplinübergreifenden Analyse der Arbeitssituationen weiter und definiert sein Projekt wie folgt:

Arbeit wird zur Fortbildung dank der Organisation als praxisbezogenes Unternehmen. Förderung von Kompetenzbildung und Wahrnehmung der Kompetenzen, dank geeigneter Mittel für ein individuelles Mitarbeiter-Management. Kompetenzgeführtes Unternehmen, um es den Mitarbeitern zu ermöglichen, ihre Kompetenzen auszuweiten, und dem Unternehmen, seine wettbewerbsfähige Position zu halten.

SISTRA ENGAGIERT SICH GEGENÜBER IHREN MITARBEITERN DURCH BERUFLICHE ENTWICKLUNGSMÖGLICHKEITEN

 

Das Unternehmen stellt Mitarbeiter ein, die begleitet und weitergebildet werden, damit sie ihren Platz in der Gesellschaft wieder einnehmen können.

Die Vielseitigkeit unserer Geschäftstätigkeiten soll es jedem Mitarbeiter ermöglichen, neue Arbeitssituationen auszuprobieren: Ob allein oder im Team, mit oder ohne Werkzeug (Schweißen, Schrauben, Folienverpackung usw.), mit oder ohne Hygieneauflagen der Nahrungsmittelindustrie (Haarnetz, Überzieher, Handschuhe usw.), selbständige Arbeit oder unter Aufsicht, usw.

Eine Stelle als "Produkt-Referent" ermöglicht es jedem Mitarbeiter, im Zuge seiner Laufbahn größere Verantwortung bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter, der Ausbildung, der Einrichtung neuer Arbeitsstellen, im Kontakt mit den Kunden, der Verwendung von Dokumentationen und EDV-Tools zu übernehmen.

1. Arbeit in einem praxisbezogenen Umfeld

Das Arbeitsumfeld, der Informationslevel, das Integrationsverfahren und die Schaffung einer Musterlaufbahn garantieren es dem Mitarbeiter, einer beruflichen Aktivität nachzugehen, die seine Sicherheit, seine Würde sowie seine persönlichen und beruflichen Ambitionen wahrt. Erschwernisse beim Einstieg in das Arbeitsverhältnis (administrative Schwierigkeiten, Gesundheit, Wohnung, Mobilität) werden individuell durch die Personalabteilung des Unternehmens begleitet, hierin unterstützt von den direkten Begleitern des Mitarbeiters im Unternehmen.

2. Einstellungspolitik in Einklang mit dem sozialen Projekt

Das Unternehmen stellt hauptsächlich Frauen ohne Berufsausbildung, ohne Berufserfahrung oder ohne Einkommen ein, die mindestens 1 Jahr lang den Mindestsatz an Sozial- und Arbeitslosenhilfe erhalten haben. SISTRA stellt hauptsächlich über die französische Arbeitsvermittlung Pôle Emploi ein, die zudem die für die Eingliederung ins Unternehmen erforderliche Zulassung erteilt. Sie stellt ebenfalls Mitarbeiter über das Netzwerk der Eingliederungseinrichtungen ihres geografischen Einzugsgebietes ein. Sie stellt daher auch Personen ein, die nicht zwingend mit dem Industriesektor vertraut sind oder diesen kennen und ermöglicht es ihnen, neue Kompetenzen zu erwerben, indem sie diese Personen bei der Arbeit ausbildet und ihnen eine persönliche Betreuung der beruflichen Laufbahn bietet. Die erworbenen Kompetenzen können transversal oder auch übergreifende Kompetenzen für andere Tätigkeitsbereiche sein. Durch die Begünstigung des Zugangs zu einer ersten Berufserfahrung für junge Menschen oder Personen mit Migrationshintergrund, welche die französische Sprache nicht beherrschen, bekämpft SISTRA ebenfalls gesellschaftliche Ausgrenzung und schafft, insbesondere für Frauen, einen Zugang zum Arbeitsmarkt.

3. Eine strukturierte berufliche Begleitung

Über das Projekt Equal Ressources (gleichwertige Ressourcen) hat sich das Unternehmen an der Schaffung einer Software beteiligt, die ebenfalls im Unternehmen genutzt wird: Certifia. Diese Software ist eine Datenbank, in welcher die Berufsbilder der Tätigkeitsbereiche Verpackung und Montage beschrieben werden. Der Beruf gliedert sich in verschiedene Tätigkeitsbereiche, Aufgaben und Arbeitsschritte. Die Software ermöglicht zudem die Durchführung von Follow up-Gesprächen. Ein Ausbilder und Begleiter nach der Certifia-Methode ist dazu befähigt, die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter zu validieren, bestimmte oder sämtliche im Handbuch dargestellte Arbeitsschritte erfolgreich auszuführen. Bei den Mitarbeitergesprächen werden mit den Einzugliedernden auch Follow up-Gespräche geführt (bei der Einstellung und anschließend jeweils nach 4, 12 und 22 Monaten). Jeder Mitarbeiter erhält Zugriff auf sein Certifia-Dossier und verlässt das Unternehmen mit einem Kompetenzportfolio.

4. Französischkurse

Am Arbeitsplatz werden zwei Mal pro Woche Französischkurse angeboten. Es können daran alle Mitarbeiter teilnehmen, deren Französisch nicht ausreicht, um eine langfristige Erwerbstätigkeit aufzunehmen, beispielsweise Schwierigkeiten im mündlichen und schriftlichen Ausdruck. Die Teilnahme an FLE-Kursen (Französisch als Fremdsprache) wird vom Ausbilder vorgeschrieben und ist ein festes Eingliederungsziel für den Angestellten. Sie gewährleistet den Fortgang seiner Laufbahn innerhalb des Eingliederungsunternehmens. Das Empfangsheft wird insbesondere als Ausbildungsmaterial angeboten, um allen Mitarbeitern ein gleichwertiges Verständnis der erteilten Informationen zu sichern.

5. Ausbildung mit Abschluss

Das in Certifia beschriebene Berufshandbuch weist große Übereinstimmungen mit dem Diplomhandbuch für die frz. Gesellenprüfung für Industrie-Maschinenführer (frz. Conducteur de Systèmes Industriels CAP CSI) auf. Über das frz. Forbildungs-Netzwerk Greta verfügt somit eine Gruppe von 10 Angestellten über 315 Fortbildungsstunden, bereitet sich auf eine Prüfung vor und absolviert das CAP (Eignungszertifikat/Gesellenprüfung).

6. Die Partner des Unternehmens

Nach dem Einstellungsgespräch und während der gesamten Vertragsdauer können unsere Angestellten in Bezug auf ihr Berufsprojekt von zahlreichen Beratungs- oder Informationsangeboten profitieren :

  • Crésus Alsace (Regionale Kammer für soziale Überschuldung) begleitet sie bei möglichen Verschuldungsproblemen
  • CIDF, die regionale Direktion für die Rechte und Gleichstellung der Frauen, bietet Ressourcen für weitere soziale Schwierigkeiten wie beispielsweise Misshandlung, Wahrung gesetzlicher Rechte, aber auch Existenzgründung
  • Frauenhilfswerk "Femmes de Paroles"
  • Anlaufstelle "Violences Conjugales" (Eheliche Gewalt)
  • Einrichtung "Maison de la justice et du droit" (Haus für Recht und Gerechtigkeit)
  • Der Verein "Netzwerk Arbeit-Gesundheit-Eingliederung" (RESI Relais Emploi Santé Insertion ) bietet Informationen und Follow up in Fragen der Gesundheit oder auch der Ernährung
  • Der Verein "Tôt ou t’Art" (Kulturverein "Früh oder spät") ermöglicht die Vertiefung familiärer und sozialer Bindungen anhand von Kulturausflügen zu einem Einheitspreis von 3 Euro, den Kauf von Büchern oder die Teilnahme an künstlerischen Workshops
  • Cilgère ist eine Sammelstelle zur 1% Wohnungsbauhilfe und unterstützt den Mitarbeiter bei der Wohnungssuche (Locapass, Sozialwohnungen)
  • Alsace Active unterstützt Frauen bei der Existenzgründung
  • Weiterbildungsangebote von Pôle Emploi oder anderen Fortbildungseinrichtungen werden stets im Unternehmen ausgehängt.
  • Eine Partnerschaft mit einer Kindertagesstätte im Unternehmen ermöglicht eine zeitweilige Unterbringung von Kindern im Alter von 1 Monat bis 6 Jahre, um es den Mitarbeitern zu ermöglichen, eine Vollzeitstelle anzunehmen und ihre Präsenz im Unternehmen zu fördern.

7. Leistungen innerhalb der Unternehmen

Den Unternehmenskunden werden systematisch Subunternehmerverträge angeboten, mit dem Ziel, die Wahrnehmung des Mitarbeiters für neue Arbeitsumfelder und-organisationen zu erhöhen, und dadurch seine Kompetenzen zu bereichern. Mit diesen ausgelagerten Einsätzen möchte das Unternehmen insbesondere Vorurteile und Diskriminierung bekämpfen, indem die Fähigkeiten der Angestellten hervorgehoben werden und die Firmen die Möglichkeit erhalten, potentielle Job-Bewerber zu finden. Der Austritt aus dem Programm ist dahingehend erleichtert, um Sie in die Lage zu versetzen, Job- oder Ausbildungsangebote jederzeit ergreifen zu können.

PARTNER DES SOZIAL PROJEKTES